Schwertanschlüsse konstruieren im RIGIPS System

Müssen Montagewände für Anschlüsse an schlanke Fassadenstützen in der Dicke reduziert werden, so ist der Flächenanteil des reduzierten Wandstückes möglichst gering zu halten, damit die daraus resultierenden Schallschutzminderungen begrenzt werden.
Dichte Anschlüsse sind für den Schallschutz von ausschlaggebender Bedeutung. Die Anordnung einer RIGIPS Anschlussdichtung ist daher zwingend notwendig, ebenso wie das Ausdrücken der Anschlussfugen mit RIGIPS Fugenfüller.
RIGIPS Austria hat Reduzieranschlüsse mit einem Schalldämmmaß Rw bis zu 55 dB in einer notifizierten Prüfstelle geprüft.

Je nach Wertigkeit der Wandkonstruktion kommen unterschiedliche konstruktive Möglichkeiten in Betracht, diese werden in den folgenden Details dargestellt.

 

 

ÖNORM B3415 neu aufgelegt

Die seit 1. Juni 2015 gültige Ausgabe der ÖNORM B 3415 ersetzt die Ausgabe ÖNORM B 3415:2012.

Die wesentlichsten Änderungen sind nachfolgend angeführt, wobei diese Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

[...] * Die aktuelle ÖNORM wurde in Hinblick auf die Zurückziehung der ÖNORM B 3358-6:2011 „Nichttragende Innenwandsysteme – Teil 6: Ständerwandsysteme mit Gipsplatten (Gipskartonplatten)" und den dadurch entstandenen Regelungsbedarf angepasst bzw. ergänzt. Es wurden Wandhöhen für Ständerwände und Vorsatzschalen definiert. Diese gelten für Wände und Vorsatzschalen der   Nutzungskategorie A und B1 gemäß ÖNORM EN 1991-1-1 und ÖNORM B 1991-1-1, bei denen Absturzunfälle im Falle des Versagens ausgeschlossen sind und an die keine Anforderungen bezüglich Brandverhalten, Feuerwiderstand, Schallschutz, Energieeinsparung und Wärmeschutz bestehen, sowie bei leichten und mittelschweren Konsollasten.

* Zur Verbesserung der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit wurden die Normeninhalte neu gegliedert. In den Abschnitten 4 „Planung" und 5 „Verarbeitung" wurden jeweils allgemeine Regeln für Planer bzw. für Ausführende von Trockenbau-Systemen festgelegt. In den Abschnitten 6 bis 10 wurden Regelungen für unterschiedliche Trockenbau-Systeme festgelegt, die sowohl bei deren Planung als auch bei deren Ausführung zu berücksichtigen sind. [...]


Für weitere (Detail-)Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren RIGIPS Berater.

 

 

Brandschutz- und Statikprüfung eines WC-Gestells in der Sanitärtrennwand

Saint-Gobain Rigips Austria, Tece und Air Fire Tech beauftragten die MA39 mit der Durchführung von statischen Belastungsversuchen an einer Rigips Sanitärtrennwand  mit eingebauten Hänge WCs, einem Waschtisch und eingebauten Stützklappgriffen.

Auf die Wandkonstruktion wurde ein keramischer Belag aufgebracht. Die Sanitärtrennwand wurde als beidseitige beplankte Doppelständerwand ausgeführt, wobei die gegenüberliegenden Wandständer jeweils in den Höhendrittelpunkten mit Gipsstreifen verbunden wurden. Für diesen Aufbau wurden KEINE U-Aussteifungsprofile verwendet!

Hänge-WC befestigt an WC-Modul

Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde stetig und ruckfrei auf 4,1kN (entsprechend 410 kg) gesteigert und anschließend 1 Stunde aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.

Behindertengerechtes Hänge-WC befestigt an WC-Modul

Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde stetig und ruckfrei auf 4,1kN gesteigert und anschließend 1 Stunde aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.
Waschtisch befestigt an Sanitärunterkonstruktion

Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde stetig und ruckfrei auf 1,5kN gesteigert und anschließend 1 Stunde aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.

Stützklappgriffe befestigt an TECE-Gerontomodul und TECE-Modul für Stützgriffe/Haltegriffemit Stahlplattenset

Die Aufbringung der vertikalen Prüflast auf die Stützgriffe erfolgte jeweils über eine Stahlkette welche mit möglichst großem Wandabstand in den Stützgriff eingefädelt wurde. Die Exzentrizität der aufgebrachten Prüflast betrug somit 75 cm. Die Bestimmung der Durchbiegung des Stützgriffs unter Belastung erfolgte an der Oberkante des Stützgriffs.
Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde nach Aufbringung einer Vorlast von 0,7 kN (entsprechend 70 kg) stetig und ruckfrei auf 1,25 kN gesteigert und anschließend 30 Minuten aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.
Alle oben genannten Versuchsaufbauten hielten den beschriebenen Prüflasten ohne erkennbare Beschädigungen stand.

Bitte klicken Sie  hier für den Plan des Versuchsaufbaus! Bitte beachten Sie die maximal zulässigen Wandhöhen des jeweiligen Wandsystems sowie unsere Planungs- und Verarbeitungsrichtlinien!

Weitere Informationen zu den Sanitärelementen finden Sie unter www.tece.at, zu den Abschottungen finden Sie unter www.airfiretech.at!

 

 

ÖNORM B3407 "Fliesennorm" neu aufgelegt

Die "Fliesennorm" ("Planung und Ausführung von Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten") wurde am 15.1.2015 als Planungs- und Verarbeitungsnorm neu aufgelegt. Folgende Bereiche wurden darin erstmalig explizit geregelt:

  • Wände entsprechen der Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse W3, außer
  • bei Einbau eines Wandablaufes in Duschbereichen, dann wird die Wand als W4 klassifiziert.

In allen anderen Anwendungsbereichen häuslicher Bäder können Gipsprodukte an den Wänden eingesetzt werden - z.B. auch bei verfliesten Böden mit Bodenablauf oder bodenebenen Duschtassen.

 

 

Brandschutz- und Statikprüfung eines WC-Gestells in der Schachtwand

NEU und EINZIGARTIG IN ÖSTERREICH

Saint-Gobain Rigips Austria, Tece und Air Fire Tech beauftragten die MA39 mit der Durchführung von statischen Belastungsversuchen an einer Versuchswand "Rigips Schachtwand 3.80.17" (Beplankung: 2x20mm Rigips Wohnbauplatten), mit darin integrierten Sanitärelementen. Zusätzlich wurde ein keramischer Belag aufgebracht.

Die in die errichtete Versuchswand eingebauten Hänge-WCs wurden mit Prüflasten von 4kN (entsprechend 400 kg) bzw. auf die in die Versuchswand eingebauten Stützklappgriffe Prüflasten von 1,25kN (entsprechend 125 kg) aufgebracht. Dabei wurden die horizontalen Wandverformungen unter Belastung bestimmt.

Hänge-WC befestigt an WC-Modul

Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde stetig und ruckfrei auf 4,1kN (entsprechend 410 kg) gesteigert und anschließend 1 Stunde aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.
Das belastete Hänge-WC und die Versuchswand hielten der Prüflast von 4,1 kN ohne augenscheinlich erkennbare Beschädigungen stand.

Behindertengerechtes Hänge-WC befestigt an WC-Modul

Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde stetig und ruckfrei auf 4,1kN gesteigert und anschließend 1 Stunde aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.
Das belastete Hänge-WC und die Versuchswand hielten der Prüflast von 4,1 kN ohne augenscheinlich erkennbare Beschädigungen stand.

HEWI Stützklappgriff befestigt an TECE-Gerontomodul mit Stahlplattenset

Die Aufbringung der vertikalen Prüflast auf den Stützgriff erfolgte über eine Stahlkette welche mit möglichst großem Wandabstand in den Stützgriff eingefädelt wurde. Die Exzentrizität der aufgebrachten Prüflast betrug somit 75 cm. Die Bestimmung der Durchbiegung des Stützgriffs unter Belastung erfolgte an der Oberkante des Stützgriffs.
Der Belastungsversuch wurde wie folgt durchgeführt: die Prüflast wurde nach Aufbringung einer Vorlast von 0,7 kN (entsprechend 70 kg) stetig und ruckfrei auf 1,25 kN gesteigert und anschließend 30 Minuten aufrecht gehalten. Nach der Entlastung wurde nach einer Wartezeit von 5 Minuten die bleibende Verformung bestimmt.
Der belastete HEWI Stützklappgriff und die Versuchswand hielten der Prüflast von 1,25 kN ohne augenscheinlich erkennbare Beschädigungen stand.

Bitte klicken Sie hier für den Plan des Versuchsaufbaus! Bitte beachten Sie die maximal zulässigen Wandhöhen des jeweiligen Schachtsystems sowie unsere Planungs- und Verarbeitungsrichtlinien!

Weitere Informationen zu den Sanitärelementen finden Sie unter www.tece.at, zu den Abschottungen finden Sie unter www.airfiretech.at!

 

 

Gleitender Deckenanschluss

Gleitende RIGIPS Montagewandanschlüsse an Massivdecken sind immer dann vorzusehen, wenn Deckendurchbiegungen von mehr als 10 mm errechnet wurden. In diesen Fällen muss zwischen OK-Beplankung und UK-Decke eine Bewegungsfuge vorgesehen werden, deren Maß der zu erwartenden Deckendurchbiegung  entspricht. Bei sorgfältiger Ausführung gleitender Deckenanschlüsse können Schallschutzminderungen gering gehalten werden. Im Brandschutz darf die Bewegungsfuge 20 mm nicht überschreiten.
Die Breite der Streifen muss der Stegbreite des Anschlussprofiles entsprechen. Im Brandschutz sind in Abhängigkeit von der Feuerwiderstandsklasse folgende Mindestbreiten (b) vorgeschrieben:

bei EI 30 – EI 90        50 mm
bei EI 120                 75 mm
bei EI 180               150 mm

Die erforderliche Gesamtdicke der Plattenstreifen addiert sich aus dem Maß der zu erwartenden Deckendurchbiegung bzw. der zulässigen Bewegungsfuge (bei Brandschutz 20 mm) und der Überdeckung der Beplankung von mind. 20 mm. Die CW-Ständerprofile sind um das Maß der Bewegungsfuge zu kürzen. Sie sollen dabei noch mind. 15 bis 20 mm in das Deckenanschlussprofil eingreifen.
Um ein einwandfreies Gleiten des Anschlussprofils zu ermöglichen, darf die Verschraubung der Beplankung nur in den Ständerprofilen erfolgen, 20 mm unterhalb der Anschlussprofil-Flansche beginnend. An den freien Kanten der RIGIPS Beplankung kann ein Kantenschutzprofil befestigt und flächeneben eingespachtelt werden.

Weitspannträgersystem RIGIPS UA

Beim Weitspannträgersystem RIGIPS UA wird unter den Weitspannträgern eine abgehängte Rigips Brandschutzdecke montiert. Dadurch ist eine ausreichend geschützte Bauweise der Weitspannträger erbracht und gleichzeitig wird die Klassifizierung der abgehängten Brandschutzdecke nicht beeinflusst.

Die zu verwendenden Rigips U-Aussteifungsprofile sind der Tabelle 2 auf der Seite MD17 im RIGIPS Planen und Bauen, Montagedecken, Ausgabe 3. Auflage September 2012, je nach Gewicht der Unterdecke und Spannweite der U-Aussteifungsprofile zu bemessen. Die Ausführungsvarianten sind in den Systemnummern 4.05.81/82 und 83 beschrieben.

Die abgehängten RIGIPS Brandschutzdecken sind entsprechend den in den Systemblättern beschriebenen Komponenten und Varianten aufzubauen und klassifiziert.

 

 

ÖNORM B 3358-6 gestrichen

Die ÖNORM B 3358-6 "Ständerwandsysteme mit Gipsplatten" wurde mit November 2013 ersatzlos gestrichen.
Es gibt keine Nachfolgenorm was bedeutet: auf darin angegeben Informationen wie Wandanschlüsse, zulässige Belastungen, max. zulässige Wandhöhen, sowie andere bauphysikalische Angaben kann nicht mehr zurückgegriffen werden.
Es dürfen daher ausschließlich Systeme nach Informationen nach Angaben der Systemhersteller errichtet werden!

In unserem Planen und Bauen kompakt finden Sie weitere Detailinformationen!

 

 

Lastbefestigung ohne zusätzliche Unterkonstruktion

Nach ÖNORM B 3415 dürfen RIGIPS Montagewände und Vorsatzschalen mit Konsollasten F=0,4 kN/m Wand (400 N) an beliebiger Stelle belastet werden. Dabei wird ein max. Schwerpunkt-Abstand e = 300 mm zugrunde gelegt. Bei kürzeren Schwerpunkt-Abständen (e) kann die zulässige Konsollast entsprechend der unten stehenden Tabelle erhöht werden.
Für Montagewände und Wandbekleidungen (Vorsatzschalen mit zugfester Verbindung zur Massivwand) mit einer Beplankung von [1]mind. 18 mm gilt F=0,7 kN/m Wand (700 N).
Bei (Doppelständer-)Installationswänden sind die beiden Ständerreihen mit Laschen, zB. Plattenstücken, zu verbinden.

Da Küchenoberschränke im Normalfall selbst bei intensiver Beladung weit weniger als 85 kg/lfm (e≤0,20m) wiegen, kann bei doppelter Beplankung 2x12,5 mm auf das Vorsehen eine Verstärkung innerhalb der Konstruktion verzichtet werden - sofern entsprechende Befestigungsmittel verwendet werden. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht ist eine Hilfskonstruktion mit OSB-Platten zur besseren Lasteinleitung in der ÖNORM B 3415 nicht abgedeckt: Zur Lasteinleitung sind [...] Schaltafeln, Holzbretter, OSB-Platten, Spanplatten sowie Holzabfälle nicht geeignet [...]. 

 

 

Spektrum-Anpassungswerte C und Ctr

Durch die Angabe der Spektrum-Anpassungswerte soll die Übereinstimmung zwischen den aus den Messwerten abgeleiteten Einzahlwerten und der subjektiv empfundenen Schalldämmung verbessert werden. Die rechnerisch zu bestimmenden Spektrum-Anpassungswerte C und Ctr wurden neben dem bewerteten Schalldämm-Maß Rw (=Einzahlwert) zur Anpassung von Schallschutzmaßnahmen an bestimmte Standard-Lärmquellen eingeführt. Die bewerteten Schalldämm-Maße werden mit dem Spektrum-Anpassungswert korrigiert - Planer können somit ganz gezielt auf die jeweilige Lärmsituation eingehen.
Die Schallschutzwirkung hängt nämlich neben den reinen Bauteileigenschaften auch vom Frequenzspektrum des einwirkenden Geräuschaufkommens ab.

Der Anpassungswert C (Spektrum 1) berücksichtigt folgende Lärmquellen:
 * Wohnaktivitäten
 * Kinderspielen
 * Schienenverkehr mit mittlerer und hoher Geschwindigkei
 * Autobahnverkehr > 80 km/h
 * Düsenflugzeuge in kleinem Abstand
 * Betriebe, die überwiegend mittel- und hochfrequenten Lärm abstrahlen.

Der Anpassungswert Ctr (Spektrum 2) berücksichtigt folgende Lärmquelle:
 * Städtischer Straßenverkehr
 * Schienenverkehr mit geringer Geschwindigkeit
 * Propellerflugzeuge
 * Düsenflugzeuge mit großem Abstand
 * Diskomusik
 * Betriebe, die überwiegend tief- und mittelfrequenten Lärm abstrahlen.

"[...]Die ÖNORM B 8115-2 enthält Anforderungen an den Schallschutz, deren Umsetzung normalempfindliche Menschen vor störender Luft- und Trittschallübertragung bei (orts-)üblichem Verhalten schützen soll. Trotz Erfüllung dieser in der ÖNORM B 8115-2 beschriebenen Mindestanforderungen können durch das Verhalten der Benutzer in einem Gebäude Geräusche auftreten, die sich als Luft-, Tritt- oder sonstiger Körperschall ausbreiten und die in fremden Wohnungen oder Arbeitsräumen insbesondere in Lagen mit niedrigem Pegel des Hintergrundgeräusches hörbar werden. Hier kann gegenseitige Rücksichtnahme durch Vermeidung ungebührlich störenden Lärms sowie die Einhaltung von Ruhezeiten zur Verbesserung beitragen.
Mit der steigenden nutzerseitigen Erwartungshaltung in Bezug auf den Schallschutz wird es erforderlich, technisch eindeutige Beschreibungen für Schallschutz-Klassen anzugeben, welche geeignet sind, die schallschutztechnische Qualität eines Gebäudes zu deklarieren. Die vorliegende ÖNORM dient zur Beschreibung und Einstufung solcher Schallschutzklassen.[...]"
„[...]In der ÖNORM B 8115-5 werden mehrere Klassen für differenzierte Anforderungen (Schutzniveaus) festgelegt, die einerseits Wohnaktivitäten mit höherer Schallemission (z.B. private Musikausübung, Betrieb von Multimediaanlagen) berücksichtigen und andererseits einen höheren Schutz vor Geräuschen aus benachbarten Nutzungseinheiten oder von außen bewirken. Zudem ermöglicht die vorliegende ÖNORM, bestehende Gebäude hinsichtlich des Schallschutzes zu beschreiben und einzustufen.
Die festgelegten Schallschutz-Klassen sind Basis für eine freiwillige Deklaration und vermitteln zB beim Immobilientransfer Informationen über die schalltechnische Qualität eines Gebäudes[...]"

 

 

Rigidur H im Außenbereich

Mit der Gipsfaserplatte Rigidur H bietet RIGIPS eine Möglichkeit, Trockenbau auch im Außenbereich einzusetzen. 

Hier erfahren Sie, wie das möglich ist und was Sie dabei beachten müssen!

 

 

 

Einbruchsicherheit mit RIGIPS Systemen

Das Thema Einbruchsicherheit weckt immer mehr Interesse. Gerade im Objektgeschäft wird der Bedarf an Trockenbaukonstruktionen mit einbruchhemmenden Eigenschaften stetig größer. Um Ihnen diesen gesicherten Schutz bieten zu können, hat RIGIPS bestehende und neue Systeme beim ift Rosenheim auf Ihre Widerstandsklasse prüfen lassen. Somit haben Sie nun die Möglichkeit, einbruchsichere Systeme bis WK 3 mit Trockenbaukonstruktionen zu realisieren. Auch Details wie Einbauten, Durchführungen, gleitende Deckanschlüsse oder Dehnungsfugen wurden bei der Begutachtung berücksichtigt. Gemäß der DIN V ENV 1627:04/1999 werden Einbauelemente wie Türen, Fenster, Tore usw. in einem Prüfrahmen eingebaut und auf Ihren Widerstand gegenüber Einbruchsversuchen geprüft. In Anlehnung an diese Norm wurden unsere RIGIPS Montagewände in einen entsprechenden Prüfrahmen eingebaut und geprüft.
Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema!

 

 

Praxisgerechte und sichere Lösung zum Einbau von Installationen in Leichtbau-Schachtwände

In der Praxis werden vertikale Installationsschächte in Gebäuden häufig als einseitig beplankte, nicht isolierte Leichtwandkonstruktionen errichtet. Die Beplankung besteht meistens aus Gipskarton-Feuerschutzplatten oder Silikatplatten, die auf schachtseitig errichtete Wandprofile montiert werden.
Damit die vorgeschriebenen Prüfungen auch bei Schachtwänden mit Installationen oder Öffnungnen gültig sind, gibt es eine praxisgerechte, sichere und auch kostengünstige Lösung:
Vorgeschlagen wird eine konstruktive Lösung, die je Geschoss einen (kleinen) Bereich der Schachtwand als „Installationsbereich“ vorsieht, der bautechnisch von dem (großen) Rest der Schachtwand durch einen Bauteil, der in der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer für diese Einsatzbereiche geprüft und klassifiziert ist, getrennt wird.

Sie wollen mehr darüber wissen, klicken Sie hier für weitere Informationen!

 

 

 

ÖNORM B 3415 - Planen von Installationsführungen in Wänden

Rohre und Rohrleitungen in Wänden zu führen ist immer wieder eine Herausforderung für Planer. RIGIPS bietet mit dem RigiProfil eine Lösung, denn die Profile besitzen eine H-förmige Ausstanzung in der Größe von 50x35mm, die zur Durchführung von Leitungen geöffnet werden können. 

Laut ÖNORM B 3415 müssen

[...] Rohre und Rohrleitungen im Hohlraum über entsprechende Schellen sicher an den Profilen befestigt werden. Ausnehmungen in den Profilstegen sind mit Lochsägen oder Kegelfräsern herzustellen; dabei darf das Profil an den Profilflanschen nicht durchgeschnitten werden.
Die Größe von zusätzlichen bauseitig herqestellten Ausschnitten im Profilsteg ist durch die Steghöhe begrenzt, z. B. bei CW-75-Profilen nur eine Öffnung mit maximal 70 x 70 mm bzw. bei CW-100-Profilen 90x90 mm. Andernfalls sind die Herstellerrichtlinien zu beachten.[...]

 

 

 

ÖNORM B 3415 - Planen von Wandöffnungen

Bei der Planung von Öffnungen in Gipskartonwänden sind konstruktive Rahmenbedingungen zu beachten. Die Trockenbaunorm ÖN-B 3415 unterscheidet verschiedene Öffnungsbreiten, die unterschiedliche Unterkonstruktionen bedürfen.

Die Norm ÖN-B 3415, S.19, 4.3.5.6.2 besagt:

[...] "Planung von Wandöffnungen für Fenstereinbau, Durchreichen, Oberlichten und Glasfeldern"

Es gelten folgende Planungsgrundsätze:

  • Bei Wandöffnungen bis 120cm Breite sind die beiden lotrechten CW-Profile im Öffnungsbereich mit UW-Profilen zu verschachteln oder CW-Profile mit mindestens 1mm Nenndicke zu verwenden. Der obere und der untere Anschluss erfolgen mit UW-Profilen.
  • Bei Wandöffnungen bis 180cm Breite sind für den seitlichen, den oberen und den unteren Anschluss UA-Profile zu verwenden; die seitlichen UA-Profile führen von Boden bis Decke und sind mit Anschlusswinkeln anzuschließen.
  • Für breitere Öffnungen oder durchlaufende Lichtbänder sind eigene, von der Wand unabhängige Tragkonstruktionen einzubauen.
  • Bei Sonderelementen (z.B. Feuerschutz- oder Schallschutzverglasungen) sind ausschließlich die entsprechenden Richtlinien der Hersteller maßgebend.

Werden Laibungen für Wandöffnungen verkleidet, so sind diese mit gleichem Material und gleicher Beplankungsdicke wie die Wand zu planen." [...]

 

 

 

Öffnungen für Leitungsführungen in RigiProfil CW 75 und CW 100

Planer sehen sich oft der Herausforderung gegenüber, dass in Profilen (laut ÖNORM B 3415) nur Öffnungen vorgesehen werden dürfen, die zB Warm- und Kaltwasserleitungen in einem Profil sehr schwer möglich machen. RIGIPS Austria bietet hierbei Lösungen für Wände und Vorsatzschalen, die in untenstehender Tabelle und im pdf ersichtlich sind.

Hinweis: Diese Angaben gelten NUR für Systeme von Saint-Gobain RIGIPS Austria - ohne Feuerwiderstand.

Weiterführende Informationen zu unseren einzigartigen RigiProfilen finden Sie hier und in unserer Broschüre!

Sichtdecken unter Brandschutzdecken

Immer öfter müssen Decken über den Brandschutz hinaus weitere Anforderungen erfüllen. Sei es raumakustische Wirksamkeit (wie in Büros, Allgemeinflächen, Schulen, etc.), sei es zur Raumtemperierung (zB Klimadecken) oder auch aus ästethischen Gesichtspunkten.

In solchen Fällen empfehlen wir eine Sichtdecke unter der Brandschutzdecke zu montieren. Die Sichtdecke erfüllt die Komfortanforderungen, die Brandschutzdecke erhält den Feuerwiderstand. Dies ergibt eine Kombinationslösung, die alle zufriedenstellt.

Bei der Planung solcher Decken ist zu beachten,

  • dass bei der Brandschutzdecke bereits das Zusatzgewicht der abgehängten Decke berücksichtigt werden muss
  • dass verringerte Achsabstände bei den Abhängern und der Traglattung notwendig sind
  • dass die Unterkonstruktion der Sichtdecke (zB Akustik- oder Klimadecke) in die Montagelattung der Brandschutzdecke zu befestigen ist
  • dass die Anzahl der Befestigungsstellen so zu wählen ist, dass ein Befestigungspunkt nicht mehr als 10kg betragen darf
  • dass die Befestigungspunkte untereinander einen Abstand von  mind. 50 cm aufweisen müssen

 

 

Besserer Schallschutz mit Duraline DLI 15mm

Wir sind stets bemüht unsere Systeme immer weiter zu verbessern, um den Komfort unserer Kunden zu erhöhen. Aus diesem Grund haben wir Systemkonstruktionen mit der neuen Duraline DLI 15mm geprüft und tolle Schallschutzwerte erzielt.
Mit nur 5mm dickeren Wänden wird die performance noch weiter gesteigert:

ONR 23416

Die ONR 23416 gibt Auskunft über die Begriffsdefinitionen und regelt die Konstruktion von Deckenschürzen, Abtreppungen sowie
Scheinunterzüge in Gipsplattendecken.

Folgende Begriffe liegen der ONR zugrunde:

[...]
Deckenschürze: vertikaler Verbindungsteil von Deckenflächen mit unterschiedlichem Höhenniveau,

Abtreppung: Verbindungsteil von Deckenflächen mit unterschiedlichem Höhenniveau, welcher mehrere unmittelbar aufeinander folgende vertikale und horizontale Flächen aufweist

Scheinunterzug: mit horizontalen und vertikalen Bauteilen fest verbundene L-förmige oder mit horizontalen Bauteilen fest verbundene U-förmige Bekleidung mit einer dem Verwendungszweck entsprechenden Unterkonstruktion [...]

Im Anhang A sind Beispiele für die konstruktive Ausführung dargestellt, folgende drei sind exemplarsich ausgewählt:

 

 

Die Skizze einer Abtreppung mit Formteil stellt die Abstände der Abhänger und die maximale Abwicklung der Abtreppung dar.
Die Abbildung der Schürze ohne Formteil stellt die zulässige Höhe und die Abstände der Abhänger dar.
Die Abbildung des L-förmigen Scheinunterzuges stellt die maximale Höhe und die maximale Auskragung dar.

Schlanke Wohnungstrennwand

Mit der Rigidur Gipsfaserplatte ist es möglich eine Wohnungstrennwand zu konstruieren, die bereits mit 4 Lagen die Schallschutzanforderungen einer Wohnungstrennwand erfüllt. Eine schlanke Lösung mit starkem Schallschutz also!

Sollte dennoch eine fünfte Plattenlage gewünscht sein, so ist keine RIGIPS Spezialplatte einzusetzen, eine "einfache" RIGIPS Bauplatte ist völlig ausreichend.

Diese fünfte Lage verschlechtert allerdings die Spektrum-Anpassungswerte deutlich und damit auch merklich. Das Schalldämmmaß Rw bleibt bei der fünflagigen Konstruktion zwar gleich, aber der verringerte Schalenabstand zeigt seine Wirkung.

Egal, mit wie vielen Lagen die Wohungstrennwand schlussendlich konstruiert wird, es ist möglich Steckdosen (Einzel- und Mehrfachsteckdosen) einzubauen ohne die Schalldämmung zu verschlechtern.
Wenn es der Platz zulässt, können die Steckdosen auch gegenüberliegend eingebaut werden - auch der Brandschutz kommt dabei nicht zu kurz! Die dafür notwendigen Steckdosen sind in der RIGIPS Preisliste auf Seite 88 zu finden.