Vorwort

Saint-Gobain ist eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt. Uns ist die Vorbildwirkung, die wir als nachhaltiges Baustoffunternehmen haben, natürlich bewusst und wir nehmen diese Rolle sehr ernst.

Beim Thema Nachhaltigkeit werden in Zukunft sicherlich die SDGs der Vereinten Nationen den Takt angeben. Wir haben alle 169 Unterziele evaluiert, um mögliche Auswirkungen auf unser Kerngeschäft zu erkennen – die Ergebnisse berücksichtigen wir auch in unserer CSR- und Unternehmensstrategie.

Weiterhin konzentrieren wir uns auf den nachhaltigen (leistbaren) Hochbau; wir widmen uns intensiv der Gebäudezertifizierung, um praktikable, nachhaltige Lösungen zu bieten. Wir stehen vor der globalen Herausforderung der Ressourcenverknappung und werden auch in Zukunft die Themen Energieeffizienz und Rohstoffbeschaffung beachten müssen – auf die Reduktion der spezifischen Verbräuche und die Kreislaufwirtschaft legen wir dabei ein besonderes Augenmerk.

Erste Priorität hat bei RIGIPS aber zweifellos die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, gefolgt von den guten Beziehungen mit unseren Partnern wie Kunden, Lieferanten und Anrainern, die wir bei der Planung und Umsetzung der Aktivitäten immer in den Vordergrund stellen.

Die Aspekte der Nachhaltigkeit bei RIGIPS Austria sind vielfältig und reichen entlang unserer Wertschöpfungskette vom Mitarbeiter über Rohstoff- und Energieeinsatz bis hin zu den Aspekten des Wohnkomforts und der Gebäudezertifizierung. Wir nehmen gerne die Herausforderung an, unsere Vision zu verwirklichen, DIE Referenz für nachhaltigen Hochbau in Österreich zu sein. Mit einem vollständig recyclebaren Produkt sind wir für dieses Ziel auch sehr gut gerüstet.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von RIGIPS Austria für ihr hohes Engagement bedanken.

Peter Giffinger
(Managing Director Saint-Gobain Rigips Austria)

Die Highlights

Rund 60% der von RIGIPS Austria produzierten Gipsplatten und ungefähr 80% der Pulverprodukte gehen in den Export.

Seit 1971 produziert RIGIPS Gipskartonplatten in Österreich und bereits seit über 150 Jahren bauen wir Gips an unserem Standort Puchberg ab. Der Unternehmensname setzt sich zusammen aus „RI“ wie Riga, der lettischen Hauptstadt, wo in den 1930er Jahren das erste Werk errichtet wurde, und „GIPS“.

Unsere Zentrale in Bad Aussee zählt zu den modernsten und energieeffizientesten Produktionsanlagen für Gipsplatten in Europa.

Unser Standort in Puchberg am Schneeberg ist eines von drei Kompetenzzentren der Saint-Gobain-Gruppe für Pulverprodukte für Spachtel- und Fugenmassen.

 

Auszeichnungen (Nominierungen), Gütesiegel und Mitgliedschaften:

TRIGOS

TRIGOS Steiermark 2017: gewonnen in der Kategorie: Ganzheitliches CSR-Engagement: Mittelunternehmen

TRIGOS Österreich 2014: nominiert

TRIGOS Steiermark 2012:gewonnen in der Kategorie: Sonderpreis Ökologie

EPDs (Umweltproduktdeklarationen)

für alle in Bad Aussee produzierten Platten (in allen Stärken): 2014, für alle wesentlichen Wand- und Deckensysteme: 2016

CEE Excellence Supply Chain Award 2017

für durchgängige Supply Chain Organisation und ein transparentes, automatisiertes Informationsmanagementsystem

ISO 50001

Energiemanagement für alle Standorte

ISO 14001

Umweltmanagement für alle Standorte

ISO 9001

Qualitätsmanagement für alle Standorte

OHSAS 18001

Arbeitsschutzmanagement für alle Standorte

WCM (World Class Manufacturing)

als Managementsystem zur kontinuierlichen Prozess-Verbesserung

respACT

Mitglied, Peter Giffinger: Vizepräsident seit 2017

UN Global Compact Netzwerk

Mitglied, Lisa de Pasqualin: Mitglied im Steering Committee seit 2014

bau.genial

Gründungsmitglied

Bau-EPD-Beirat

Gründungsmitglied sowie Mitglied

Wo Rigips draufsteht, ist Nachhaltigkeit drinnen

Dieser Bericht richtet sich an unsere Mitarbeiter und Partner wie Kunden, Architekten, Lieferanten und Anrainer. Ziel ist es, unser Verständnis über nachhaltige Entwicklung weiterzugeben. Wir informieren Sie über bereits Erreichtes und die vielfältigen zukünftigen Herausforderungen.

Wir danken für Ihr Interesse und freuen uns über Ihre Kommentare. Denn wir legen Wert auf Ihre Meinung!

Dieser Nachhaltigkeitsbericht ist bereits der sechste in Folge. Bisher ist ein umfassender Bericht alle zei Jahre erschienen, ein Update zu den durchgeführten Maßnahmen wurde nahezu jährlich gedruckt und publiziert. Die Digitalisierug hält auch bei uns Einzug und daher werden wir künftig online berichten - auch um zeitnaher vreöffentlichen zu können. Eine Druckversion mit den wichtigsten Informationen haben wir trotzdem vorbereitet, fordern Sie den Kurzbericht noch heute an!

Wir beziehen uns im Bericht auf unsere beiden Produktionsstandorte in Bad Aussee und Puchberg/Schneeberg. Außerdem berichten wir über die beiden Bergbaue in Wienern am Grundlsee und Puchberg/Schneeberg sowie das Marketing- und Vertriebsbüro in Wien.

Der Berichtszeitraum umfasst vollständig die Jahre 2015-2017 – vom 01. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2017, der den Stichtag für die Daten darstellt.

Aufgrund einer Konzernrichtlinie berichten die Saint-Gobain-Tochtergesellschaften nicht nach GRI, dieser Bericht enthält aber Standardangaben aus den GRI-Leitlinien zur Nachhaltgkeitsberichterstattung.

Die Saint-Gobain-Gruppe erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht auf Konzernebene. Mehr Informationen darüber und den Gruppenbericht zum Download finden Sie unter www.saintgobain.com.

Wer uns wichtig ist

Unsere Stakeholder

Stakeholder sind jene Personen, Organisationen und Institutionen, deren Interessen durch unsere Unternehmenstätigkeit berührt werden. Manche Gruppen sind in den Geschäftsalltag mehr integriert, manche beeinflussen das Unternehmensgeschehen eher am Rande, andere wiederum informieren wir gezielt und sehr spezifisch.

Beim stetigen Austausch mit unseren Stakeholdern nutzen wir unterschiedliche Kommunikationsformen und -kanäle. Dazu gehören persönliche Gespräche, schriftliche Befragungen, Austausch in unterschiedlichen Foren, Schulungen und Nutzung von Netzwerken auf verschiedenen Ebenen.Immer wieder bitten wir unsere Stakeholder ihre Einschätzung zu unseren wichtigsten Themen abzugeben. Aus diesem Ergebnis und der Beurteilung von RIGIPS Mitarbeitern leiten wir die Schwerpunkte ab, die wir im Sinne unseres Unternehmens und unserer Stakeholder zu setzen wollen.

Nur so können wir auch die Zukunft des Bauens positiv und nachhaltig (mit)gestalten!

Was uns wichtig ist

Ein grundlegendes Prinzip von Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt die „Wesentlichkeit“ dar. Damit ist gemeint, dass wir über jene Handlungsfelder und Themen berichten, die sowohl für RIGIPS als auch für unsere Stakeholder bedeutend sind. Mit der bestehenden Analyse, an der das Managementteam, interne Fachexperten und externe Stakeholder beteiligt waren, als Basis haben wir weitergearbeitet und die 169 Unterziele der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) auf deren Relevanz evaluiert.

 

So managen wir Nachhaltigkeit

Bei RIGIPS Austria ist das Nachhaltigkeitsmanagement selbstverständlich Chefsache.

Unter der Leitung des Managing Directors koordiniert und überprüft das Steering Committee die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen – es setzt sich aus Mitarbeitern aller relevanter Abteilungen zusammen. Auch Säulenverantwortliche des World Class Manufacturing Managementsystems bringen Ihre Ideen und Kompetenzen in diese Koordinationsinstanz ein. Externen Input erhalten wir durch Stakeholder, die im Zuge unseres regelmäßigen Dialogs zu den RIGIPS Austria Nachhaltigkeits-Agenden befragt und informiert werden.

Unsere Gesellschaft, unser Markt

Für uns hat die Verantwortung gegenüber dem Markt und der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Nachhaltigkeit liegt uns auch beim Thema Innovation sehr am Herzen. Wir bringen unser umfangreiches Know-How als aktiver Partner in die Normarbeit ein und geben dieses auch unseren Kunden in einem breiten Schulungsangebot weiter. Nachhaltigkeit ist in unserem Kerngeschäft verankert und es ist uns wichtig, Bewusstheitsbildung für unsere Verantwortung zu betreiben. 
Wir versuchen unsere gesamte Wertschöpfungskette möglichst nachhaltig zu gestalten, damit Nachhaltigkeit mehr als nur ein Schlagwort ist. 

Gebäudezertifizierung - EPDs

Gebäudezertifizierung

Bauprojekte, die für ihre Nachhaltigkeit von der Planung bis zur Errichtung und Betreibung mittels Gütesiegel ausgezeichnet werden, boomen auch in Österreich. Obwohl eindeutige Beurteilungskriterien fehlen, geben diverse Zertifizierungssysteme dem Planungs- und Ausführungsprozess einen verbindlichen Rahmen und dienen als effizientes Qualitätsinstrument. Der Zertifizierungsprozess sollte im besten Fall bereits bei der Projektentwicklung einsetzen und in weiterer Folge Planung sowie Ausführung begleiten. Es gibt eine Reihe von relevanten Zertifizierungssystemen in Österreich, über die Sie sich hier ausführlich informieren können.

 EPDs  (Environmental Product Declaration)

Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und dem Markt sind bei RIGIPS Austria nicht nur Schlagworte. Wir bemühen uns um Transparenz entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette. So bilden wir in unseren Umweltdeklarationen (EPD - Environmental Product Declaration) die Umweltauswirkungen einzelner Produkte von der Produktion bis zum Rückbau ab. Diese Typ III-Deklarationen sind extern geprüft und ermöglichen eine Kommunikation auf Basis europaweit einheitlicher, nachvollziehbarer Angaben. Diese Angaben werden für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden benötigt und stellen die lückenlose Dokumentation der eingesetzten Baustoffe sicher.  Bei unseren Produkten kann man sich darauf verlassen, dass sie nicht nur innovativ sind, sondern auch mit großem Augenmerk auf Nachhaltigkeit produziert werden.  

Bereits 2014 haben wir EPDs für alle in Bad Aussee produzierten Platten erstellt.

Diese Deklarationen haben wir  weiterentwickelt und seit 2016 stellen wir – wieder – als erstes Unternehmen in Österreich EPDs für alle wesentlichen Wand- und Decken-Systemezur Verfügung.

Die Daten sind für Architekten, Bauphysiker oder Projektentwickler jederzeit (im baubook) verfügbar und ermöglichen eine anforderungsgerechte Planung mit zusätzlichem Einsatz nachhaltiger Bauprodukte.  „Ein Vorteil ist, dass die Umweltverträglichkeit so im baubook als ‚Gesamtwert‘ für das gewählte Rigips-System herausgelesen werden kann und  die mühsame Schicht für Schicht Betrachtung und Berechnung entfällt. Unterstützung bietet diese lückenlose Dokumentation auch beim Rückbau, denn wir wissen genau, was eingebaut wurde“, erklärt Managing Director Ing. Peter Giffinger.

EPD Bauplatten
Ecoinvent
EPD Duo'Tech
Ecoinvent
EPD Systeme
Brandschutz-
decken
EPD Systeme
Metallständer-
wände
EPD Bauplatten
GaBi
EPD Duo'Tech
GaBi
 
 

Unser Engagement für den Leichtbau

RIGIPS Austria war bereits 2005 Initialgeber der Kooperation Bau.Genial. Einem Verband, der sich die Weiterentwicklung des „intelligenten Bauens“ mit allen Facetten auf die Fahnen geschrieben hat.

Moderner Leichtbau steht für ressourcenschonendes, CO2-neutrales Bauen mit multifunktionalen Metall- und Holzkonstruktionen. Der Leichtbau ist als eine Form, das leichte und trockene Bauen zu verbinden, nicht neu. Er gewinnt aber unter dem Gesichtspunkt, Massen zu minimieren, zunehmend an Bedeutung. Wir sehen dahinter die gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit, mit den vorhandenen Ressourcen in Zukunft schonender umzugehen.

Wir sind außerdem mit den Initiativen klima:aktiv und der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (ÖGNB) vernetzt, um die gemeinsamen Ziele in Lösungen zu überführen.

Als Industriemitglied beim VÖTB (= Verband Österreichischer Stuckateur- und Trockenausbauunternehmungen) und Mitglied der Qualitätskommission des Verbandes sind wir nicht nur ein stetiger Ansprechpartner der Mitgliedsunternehmen, sondern prägen auch die Qualität der Branche.

Durch aktive Normenarbeit gestalten wir als Experten u. a. den Stand der Technik in den festgeschriebenen Vorgaben mit. RIGIPS Austria ist z. B. in den Ausschüssen für Gipse und Produkte auf Gipsbasis, Wandsysteme, Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, Akustische Eigenschaften von Bauprodukten und von Gebäuden vertreten. Wir sind daher immer am aktuellsten Stand der Technik und können aktiv die Bedürfnisse der Leichtbau-Stakeholder umsetzen.

Rigips Habito

Rigips Habito ist DIE Innovation, die den Trockenbau revolutioniert. Rigips Habito ist so stark wie Massivbau, aber wirtschaftlicher. So kann den Anforderungen in der Baubranche entsprochen werden, massive aber trotzdem schlanke Wände bauen zu können.

Ob individuelles Wohnkonzept, platzsparende Wandnutzung in Büros oder originelle Shops Rigips Habito bietet überall größtmögliche Gestaltungsfreiheit und Flexibilität.

• Einfachste Lastenbefestigung nur mit Schraubendreher und Schrauben

• Schnelles, sicheres Anbringen von Regalen, Schränken und Flachbildschirmen (ohne Schwenkarm)

• Keine Nachteile der herkömmlichen Bauweise – kein Bohren, kein Dübeln, weder Lärm noch Dreck

Natürlich nachhaltig und recyclebar. Der Energieverbrauch in der Produktion ist niedriger als bei traditionellen Baustoffen ebenso die CO2 Emissionen über den gesamten Lebenszyklus. Rigips Habito ist schadstofffrei, geruchsneutral, energieeffizient und reguliert auf natürliche Weise die Raumluftfeuchte.

Mit Rigips Habito ist auch die Lastenbefestigung einfach, man benötigt lediglich einen Schraubendreher und Schrauben, Dübel sind keine notwendig. Die massive Platte hat bis zu 30 kg Zugfestigkeit pro Schraube und eine robuste Oberfläche.

Unser Engagement für den Holzbau

Holz ist nicht nur einer der Zukunftsbaustoffe, der Holzbau ist auch eines unserer wachsenden Geschäftsfelder. Innovative RIGIPS Systeme sind die ideale Ergänzung für den Holzbau. Dabei werden die natürlichen Vorteile des Baustoffes Holz mit jenen von RIGIPS Systemen ergänzt. Die Nachhaltigkeit des Baustoffes Holz, seine gute Energiebilanz sowie der hohe Grad an Vorfertigung sind entscheidende Argumente für dessen verstärkten Einsatz in der Architektur. Gleichzeitig eröffnet Holz eine völlig neue Formensprache und Flexibilität in Planung und Umsetzung.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Holz und Gips sind reine Naturprodukte – ökologisches Bauen ist also garantiert,
  • Gips und Holz gewährleisten ein angenehmes Raumklima und
  • durch den hohen Vorfertigungsgrad kann eine schnelle und wirtschaftliche Bauweise erzielt werden.

RIGIPS entwickelt Produkte speziell für den Holzbau, wie z. B. die Riduro Holzbauplatte und unterstützt durch Know How-Transfer bei Seminaren. Seminare werden im Zuge unseres Schulungsangebots in Bad Aussee, aber auch als Kundenservice vor Ort angeboten. Wir kommen – gemeinsam mit Saint-Gobain Isover Austria – in die Bundesländer und präsentieren Holzbausysteme mit gemeinsamen Lösungen in Theorie und Praxis. Somit unterstützen wir Sie als unsere Kunden dabei, die Qualität der Ausführung sicherzustellen.

Rigips Riduro Holzbauplatte

Rigips Riduro Holzbauplatten sind faserverstärkte Gipsplatten, die in Bad Aussee produziert werden.
Sie kommen im Holzrahmenbau als aussteifende Beplankung zum Einsatz.

Rigips Riduro bietet  u.a. einen verbesserten Gefügezusammenhalt, eine hohe Biegefestigkeit, leichte Verarbeitung, flexible Fugentechnik und höchste Festigkeit bei Stoßbelastung. Die Innovation ist ökologisch bewertet, recyclebar und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Sie kann außerdem millimetergenau gefertigt werden – was den Vorteil hat, dass z.B. bei Fertighausherstellern kein Abfall anfällt.

 

 

Unser Engagement für Transparenz

Der Zyklus  muss sich schließen

2017 wurde der erste Entwurf des Bundes-Abfallwirtschaftsplans veröffentlicht. RIGIPS hat sich dafür engagiert, dass darin eine rechtliche Rahmendbedingung zum Gipsrecycling zu finden ist. In Zukunft könnte es also möglich sein, neben Rohstoffen wie Kupfer, Stahl und Holz auch mineralische Baustoffe auszusortieren und wiederzuverwenden.

Qualitätssiegel „tgm-geprüft“

Beim Thema Schalldämmung sind die bauphysikalischen Werte der RIGIPS Systeme besonders transparent. Die Staatliche Versuchsanstalt am TGM – Fachbereich Akustik und Bauphysik – hat den geprüften Systemen von Saint-Gobain Rigips Austria das Qualitätssiegel „tgm geprüft“ verliehen.
Dieses Label bedeutet für Architekten, Planer und ausschreibende Stellen, dass es sich bei den Schalldämm-Maßen um extern geprüfte Daten handelt, die ein höchstes Maß an Qualität garantieren. Anwendungs- und Einbausicherheit werden durch das Siegel sichergestellt.

 

 

 

Unser Engagement für regionale Initiativen und Bildung

Soziales Engagement und Sponsoring haben bei RIGIPS Austria einen hohen Stellenwert. Seit Jahren engagieren wir uns im sozialen Bereich bei diversen ausgewählten Projekten, die einerseits eine unmittelbare Nähe zu einem unserer Standorte aufweisen bzw. andererseits einen Schwerpunkt auf Jugend und Ausbildung legen.

Kammerhofmuseum Bad Aussee

RIGIPS fördert das Heimatmuseum Bad Aussee, das die Geschichte und Volkskultur des Ausseerlandes auf ansprechende Art weitergibt. Das Kammerhofmuseum lässt auch mit vielen interessanten Sonderausstellungen aufhorchen. RIGIPS unterstützt auch solche Sonderausstellungen gerne.

Natur Erlebnis Zentrum Alpengarten Bad Aussee

RIGIPS unterstützt schon seit Jahren den „Ausseer Alpengarten“. In diesem 12.000 m2 großen, liebevoll gepflegten Alpen-Schaugarten können zahlreiche Arten von Alpenpflanzen, Stauden und Gehölzen sowie pflanzliche Raritäten aus aller Welt besichtigt werden. Es ist uns ein großes Anliegen, die größtenteils jungen Besucher zu sensibilisieren, wie wertvoll und schützenswert unsere Natur ist. Mit vielen Veranstaltungen und Programmen für Schulen erfreut sich dieses Ausflugsziel immer größerer Beliebtheit.

WorldSkills 2017

Worldskills (Berufsweltmeisterschaften) ist ein internationaler Berufswettbewerb, der alle zwei Jahre ausgetragen wird. Allgemeines Ziel ist die Aufwertung des Ansehens von handwerklichen, industriellen und Dienstleistungsberufen sowie der Berufsbildung weltweit – auf innovative Art und Weise. Im Vordergrund der Berufsweltmeisterschaften steht der internationale Wettbewerb. Jugendliche aus aller Welt (derzeit gibt es 75 Teilnehmernationen) im Alter bis 22 Jahre haben hierbei die Gelegenheit, ihr fachliches Können in ca. 50 Wettbewerbsberufen unter Beweis zu stellen. Sie wetteifern um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, natürlich motiviert auch der Titel Weltmeister in ihrem Beruf zu Höchstleistunden. Der Wettbewerb, der Berufsfelder aus Technik, Industrie und dem Dienstleistungssektor einschließt, wird von nahezu 1.200 Teilnehmern aus allen WorldSkills-Mitgliedernationen bestritten. 2017 hat RIGIPS Austria das Training des steirischen Trockenbauers in einer Kooperation unterstützt.

Unser Engagement für Multi-Komfort

Menschen verbringen bis zu 90% ihrer Zeit in Innenräumen, daher sind Themen wie Innenraumluft, Wohnkomfort sowie leistbarer Wohnraum auch für RIGIPS wichtig.

Das Multi-Komfort Konzept von Saint-Gobain setzt Maßstäbe in Nachhaltigkeit, Komfort und Energieeffizienz, es bietet innovative Lösungen für nachhaltige Bauweisen an.

Ziel ist es, die Qualität von Gebäuden als Lebensraum des Menschen zu verbessern und gleichzeitig den Komfort sowie das Wohlbefinden für die Benutzer optimieren. Hier stehen vor allem 6 Dimensionen im Fokus, weil hier flexible Systeme besonders relevant sind.

Raumklima

Da wir die meiste Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, ist ein gesundes Raumklima ganz wesentlich für den Wohlfühlfaktor.
Es darf weder zu feucht noch zu trocken, die Raumluft soll sauerstoffreich und schadstoffarm sein. Um dies zu gewährleisten, ist die Verwendung hochwertiger Baustoffe und Konstruktionen empfehlenswert. Die mit Activ‘Air-Technologie ausgestatteten Rigips Platten können dank der einzigartigen Luftreinigungswirkung bis zu 80% des Formaldehyds aus der Raumluft abbauen.

Gestaltungsfreiheit

Räume so zu gestalten, dass wir uns wohlfühlen, erfordert flexible Konzepte. Multi-Komfort-Lösungen bieten genau diese Freiheit der Gestaltung gemeinsam mit einem hohen Qualitätsanspruch. Das betrifft Formen, Oberflächen, Farbgestaltung und optimale Lichtverhältnisse. Immerindividuell an die Lebenssituation angepasst. Die Gestaltungsfreiheit wird auch dadurch vergrößert, dass die Trennwände verhältnismäßig leicht auf- und abgebaut sowie Veränderungen einfach vorgenommen werden können.

Ruhe

Beim Thema Ruhe ist erhöhter Schallschutz für kontinuierliches Wohlbefinden wesentlich- die zahlreichen Lärmquellen im Alltag sollen reduziert werden.
Rigips bietet Systemlösungen mit überdurchschnittlicher Schalldämmung an, die um entscheidende Dezibel besser sind als technische Richtlinien und Wertvorgaben. Schallschutzlösungen wie z.B. die  Duo‘Tech Performance Platten verbessern die Schalldämmung und können den wahrgenommenen Lärm um mehr als 50% halbieren.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung von Multi-Komfort-Haus-Lösungen eine wichtigeRolle. Bei der Entwicklung von Produkten und Systemen orientiert sich RIGIPS an den Prinzipien der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit.

Sicherheit

In der gesamten Gebäudeplanung ist für uns Brandschutz und mechanische Belastbarkeit sowie Widerstandsfähigkeit maßgeblich für die Sicherheit. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wohngesundheit, die die Sicherheit der Bewohner garantieren soll.

Zeitgewinn

Multi-Komfort Lösungen sparen Zeit durch schnelleren Bau-, Einbau- und Umbau und sind sehr langlebig. Das Erneuerungsintervall wird deutlich verlängert und spart somit nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Anrainerdialog

Ein guter Kontakt und Austausch mit den Anrainern ist uns bei RIGIPS sehr wichtig.

Die seit 2002 zum Teil jährlich stattfindenden Austauschforen werden von unseren Anrainern gerne genutzt, um aktuelle Projekte und Maßnahmen zu evaluieren und zu besprechen.  Die Asphaltierung der Dispoeinfahrt, die Sanierung des Pfenningbachs, der Zukauf eines Wasserfasses für die Wegbewässerung und Staubemissionsschutz der Gipslagerstätte sind beispielsweise umgesetzte Maßnahmen in Puchberg. Im Bergbau am Grundlsee ist die Sanierung der Seilbahn immer wieder ein Thema, denn diese bedeutet nicht nur die Sicherung des Standortes und die Gewährleistung der Arbeitssicherheit, sondern zwischendurch auch Perioden mit erhöhtem LKW-Aufkommen, um den Rohstein  ins Werk zu transportieren. Die letzte Etappe der Seilbahnsanierung hatte zusätzlich für die gesamte Gemeinde Gössl die positive Auswirkung, dass diese an das Glasfasernetz angeschlossen wurde. Im Werk Bad Aussee fand 2017 wieder eine Dialogveranstaltung statt; nach einer Werksführung  wurden Sanierungen und Fortschritte bezüglich Lösungen für die Lärmsituation besprochen.

Nur durch die Pflege des partnerschaftlichen Verhältnisses können alle Parteien profitieren und sich entwickeln. Uns freut sehr, dass unsere Anrainer diese Gesprächs- und Lösungsbereitschaft zu schätzen wissen und dies auch bei den Treffen zum Ausdruck bringen.

 

 

Unsere Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource, die wir haben. Daher haben diese bei RIGIPS Austria auch höchste Priorität. Wir setzen zahlreiche Aktivitäten und Maßnahmen um die Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten.

 

 

ZiB (Zurück in den Betrieb)

Nach längerer Abwesenheit wieder zurück in den Betrieb – diese Situation ist sowohl für den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer eine große Herausforderung. Wir haben uns dafür einen geeigneten Prozess überlegt. Denn wir wollen Mitarbeiter nach ihrer Abwesenheit im Berufsalltag wieder willkommen heißen. Im ZiB-Programm wird mit der Methode der betrieblichen Wiedereingliederung gearbeitet. Dabei handelt es sich um ein Angebot von Saint-Gobain Rigips Austria um die Arbeitsunfähigkeit einzelner MitarbeiterInnen zu überwinden bzw. diesen vorzubeugen und auf diese Weise den Arbeitsplatz der betroffenen Person zu erhalten.

 „Ziel dieser Aktivitäten ist es, die Rückkehr nach einem langen Krankenstand gut vorzubereiten und den/die Betroffene(n) wieder gut einzugliedern. Wenn es nötig ist, passen wir das Arbeitsumfeld dementsprechend an und sorgen dafür, dass die Arbeitsfähigkeit erhalten bzw. der Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt wird“, beschreibt Personaldirektorin Monika Öhlsaßer die Motivation zu diesem Programm.

 Das Programm verfolgt Prinzipien wie Datenschutz, Freiwilligkeit, zeitliche Begrenzung, Eigenverantwortung und aktive Mitarbeit sowie die Einbeziehung des Betriebsrats und der Arbeitsmedizin.

Verschwiegenheit & Vertraulichkeit sind selbstverständlich

Das ZiB Angebot steht allen Mitarbeitern gleichermaßen offen. Wenn sich jemand dafür interessiert und das Angebot in Anspruch nimmt, wird mit dem Integrationsteam ein Maßnahmenplan zur Wiedereingliederung erarbeitet. Das Integrationsteam besteht aus Betriebsrat sowie der jeweiligen Führungskraft und dem betriebsinternen Arbeitsmediziner. Bei Bedarf nehmen auch weitere externe Experten daran teil.
Am Ende der Rückkehrphase wird in einem vertraulichen Abschlussgespräch erörtert, ob die getroffenen Maßnahmen erfolgreich waren. So kann der Prozess laufend optimiert werden. 

Wir sind Top-Employer

Seit Mitte Februar 2017 ist Saint-Gobain in Österreich als Top Employer zertifiziert. Diese Auszeichnung wird Arbeitgebern verliehen, die sich durch eine exzellente Personalführung, eine hervorragende Personalstrategie und eine außerordentliche Mitarbeiterorientierung auszeichnen. Das weltweit tätige Top Employers Institute bewertet bei diesem Prozess die Mitarbeiterangebote von Saint-Gobain in Österreich in Kategorien wie Training und Entwicklung, Unternehmenskultur und Führungskräfteentwicklung.
Alle teilnehmenden Unternehmen durchlaufen einen einheitlichen Untersuchungsprozess. In diesem wird überprüft, ob und wie die Unternehmen definierte und hohe Anforderungen erfüllen, um die Zertifizierung zu erhalten. Ebenso wurden alle Antworten und Belege einer unabhängigen und zentralen Prüfinstanz unterzogen. Die Auditierung belegte, dass Saint-Gobain in Österreich außergewöhnliche Leistungen in der Mitarbeiterorientierung aufweist und somit zurecht einen Platz in dieser exklusiven Gemeinschaft zertifizierter Top Employer verdient hat.

 

 

EHS - Environment, Health, Safety

Saint-Gobain legt sehr viel Wert auf umfassenden Umweltschutz, optimalen Gesundheitsschutz und größtmögliche Arbeitssicherheit (EHS = Environment, Health, Safety = Umwelt, Gesundheit, Sicherheit). Auch bei Rigips Austria wird Sicherheit am Arbeitsplatz großgeschrieben – und das sowohl in der Produktion als auch im Verwaltungsbereich. Das EHS Programm umfasst u.a. zahlreiche auf den Arbeitsbereich abgestimmte Schulungen. Beim zweijährlich stattfindenden EHS-Tag wird das Bewusstsein sowohl auf mögliche Gefährdungspotentiale der Arbeitsumgebung als auch des Alltags geschärft.

Wie wichtig das Thema EHS bei Saint-Gobain Rigips Austria ist, zeigen folgende Angebote, die von unseren Mitarbeitern zahlreich in Anspruch genommen wurden: das Safety First Training, Trainings zur Arbeitssicherheit wie das Höhenarbeitstraining für die Bergung von der Seilbahnstütze, der Kranschein sowie Textile Anschlagmittel.

Eine weitere wichtige Maßnahme im Bereich Arbeitssicherheit wurde für die Mitarbeiter der Bergbau Grundlsee gesetzt: da bei der Auffahrt zur Station auf über 900 m Seehöhe zwei Lawinenhänge überquert werden müssen, wurden die Mitarbeiter mit Lawinenairbags und -Pieps ausgestattet. Außerdem fand eine Lawinenschulung mit dem Landesausbildungsleiter der Bergrettung Steiermark statt.
2016 stand im Zeichen der Fahrsicherheit: im Jänner wurden alle Außendienstmitarbeiter in praktischen Kurztrainings geschult wie sie Haltungsschäden bei langen Autofahrten vermeiden können.  Dabei gab eine Yoga-Trainerin wertvolle, praktische Tipps, wie man seinen Rücken bei Fahrpausen entlasten kann. Im April wurde ein Fahrsicherheitstraining für Marketing- und Vertriebs-Mitarbeiter mit Firmenfahrzeug durchgeführt.

Die Arbeitsmedizin konnte auch mit vielen interessanten Themen punkten: es gab eine Muttermal-Vorsorge-Aktion, Impfberatung und auch eine spezielle Lehrlings-Untersuchungs-Aktion. Regen Zulauf hatten auch die angebotenen Vorträge über Ernährung bzw. die Auswirkungen und Vermeidung von Lärm am Arbeitsplatz. Die Nachtschichtbegehungen der Produktion am Standort Bad Aussee rundeten das Angebot ab.

EHS umfasst neben der Gesundheit und Sicherheit auch Umweltaspekte in unserer Geschäftstätigkeit und so können wir auf Maßnahmen wie die mobile Tankstelle im Bergbau Grundlsee, die zusätzliche Spill-Kitt Verladung sowie die Absicherung des Flüssiggasschrank am Palettenplatz hinweisen.

Psychische Belastung am Arbeitsplatz (Befragung und Umsetzungs-Workshops)

Psychische Belastungen können auf Dauer zu kurz und langfristigen Fehlbeanspruchungen führen. Im Mai 2015 wurde eine Erstevaluierung aller Arbeitsplätze mittels Fragebogen durchgeführt – 82,6% der Mitarbeiter nahmen an der Befragung teil. Daraufhin erarbeiteten 93 Mitarbeiter in 8 Workshops Maßnahmen, die 2016 in den Abteilungen umgesetzt wurden. Verknüpft mit einer detaillierten Arbeitsplatzevaluierung wird so an einer ständigen Verbesserung des Arbeitnehmerschutzes gearbeitet.

Raucherentwöhnung

Im Oktober 2016 wurde ein Seminar zur Rauchentwöhnung nach der Methode des Bestseller-Autors Allan Carr angeboten. Dieses Seminar verspricht eine Erfolgsquote von 50% rauchfreier Teilnehmer auch nach einem Jahr. Die Dauer betrug 6 Stunden. Die Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, im Vorfeld einen Lungenfunktionstest beim Arbeitsmediziner zu machen – eine Nachkontrolle sollte 6 Monate später erfolgen.

EHS-Tag

Am 11. Oktober 2016 fand, wie alle zwei Jahre, der internationale EHS-Tag  weltweit an allen Saint-Gobain Standorten statt.

Auch bei RIGIPS in Puchberg, Bad Aussee und Wien wurde wieder ein vielfältiges Programm für die Mitarbeiter angeboten.

EHS-Tag in Bad Aussee: Höhentraining und Bergeübung von einer Seilbahnstütze bzw. aus einem Schacht, der tote Winkel beim Staplerfahren und beim LKW, Ergonometrietraining für Angestellte und Staplerfahrer, Erste Hilfe Kurse, Ernährungsvortrag  
EHS-Tag in Puchberg: Erste Hilfe Übungen, Ergonometrieübungen für einen gesunden Rücken, Sicherheitsbestimmungen für LKW Fahrer und bei Sprengungen, Schutzmaßnahmen gegen elektrische Schläge
EHS-Tag in Wien: Durchführung einer Feuerschutzübung

Führung und Zusammenarbeit

Die RIGIPS Führungskräfte befassen sich laufend mit dem Thema "Führung und Zusammenarbeit". Dies sowohl im Rahmen einer Führungskräftetagung als auch bei internen Workshops. Durch Seminare mit externen Trainern wird die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt. Die so genannte "Rigips Management Akademie" ist mittlerweile fixer Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften. Dabei handelt es sich um eine Ausbildungsreihe, die aus mehreren Modulen (Saint-Gobain intern, Projektmanagement, Führung und Zusammenarbeit) besteht. Diese Maßnahme soll zu einer einheitlichen Ausrichtung unserer Führungs- und damit Unternehmenskultur beitragen.

 

 

Mitarbeiter-Engagement - Mein Beitrag zur Nachhaltigkeit von RIGIPS

Der Welterschöpfungstag kennzeichnet  jenen Zeitpunkt im Jahr, ab dem die Erde alle natürlichen Ressourcen selbst nicht mehr regenerieren kann. Anlässlich dieses Tages, der 2016 bereits am 8. August „stattfand“, initiierte RIGIPS unter der Federfühung von Managing Director Peter Giffinger  Workshops zum Thema nachhaltige Entwicklung. 

Für die Geschäftsführung von RIGIPS ist Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren keine leere Worthülse, 2016 haben wir den Weg aber anders gewählt und alle Mitarbeiter eingeladen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie jeder Einzelne einen Beitrag zu einem noch nachhaltigeren Unternehmen leisten kann.
Dazu wurden 7 Workshops abgehalten – die Beteiligung und das Engagement waren sehr hoch. Es wurde intensiv an konkreten Maßnahmen zu folgenden Themen gearbeitet:

  • Mein persönlicher Beitrag zur Reduktion, Vermeidung und Trennung von Abfall (in PU und BA)
  • Mein persönlicher Verkaufserfolg durch Nachhaltigkeit
  • Mein persönlicher Beitrag zum Umweltschutz
  • Mein persönlicher Beitrag zur Reduktion und Vermeidung von Emissionen und Energieverbrauch
  • Mein persönlicher Beitrag zur Mitarbeitergesundheit
  • Mein persönlicher Beitrag zur Arbeitssicherheit
     

Die Ergebnisse wurden am EHS-Tag präsentiert, vieles war bis dahin bereits umgesetzt. Die konkreten Maßnahmen betrafen vor allem den maßvolleren und effizienteren Umgang mit Ressourcen wie Licht, Elektro(nik)geräten, Heizung etc. Die Mitarbeiter machten sich auch Gedanken über Effizienz bei Drucksorten und Streuartikel. Weiters waren Abfall und dessen Vermeidung, Verringerung, Trennung bzw. Wiederverwertung wichtige Themen. Das Team im Gesundheitsworkshop erarbeitete Möglichkeiten, einen persönlichen Beitrag zur Mitarbeitergesundheit zu leisten.  Bei der Arbeitssicherheit wurden neue Wege und Maßnahmen erörtert, um die Arbeitssicherheit noch weiter zu erhöhen.

Wir sind ist sehr stolz, dass wir solch engagierte Mitarbeiter beschäftigen, die sich darüber Gedanken machen, den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen und auch bereit sind, einen eigenen Beitrag dazu zu leisten.

 

 

Nur zufriedene Mitarbeiter, sind gute Mitarbeiter

Im September 2017 wurde wieder gemeinsam mit EUCUSA und dem Betriebsrat eine Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung durchgeführt. Die Rücklaufquote betrug 85,2%!

Nach der letzten Zufriedenheitumfrage setzten wir einige Maßnahmen z.B. auch im Bereich Führung um und es zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Bewertung in diesem Bereich von 2,5 auf 2,2.  Der Gesamtzufriedenheitswert verbesserte sich vom sehr guten Wert 2,4 aus der letzten Befragung auf 2,3!

Von den 53 Themenbereichen wurden 5 als wichtig bewertet und auch mit hoher Zustimmung versehen.

Diese waren:

  • Betriebsklima
  • Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • Arbeitsfreude
  • Offenheit gegenüber der Führungskraft

Die Prioritäten unserer Mitarbeiter beziehen wir natürlich weiterhin in unsere strategischen Überlegungen mit ein.

 

 

Umwelt und Energie

Wir sind uns der großen Verantwortung bewusst, die die Bauwirtschaft gegenüber der Umwelt hat. Wir setzen während des gesamten Produktionsprozesses und im Produkt-Lebenszyklus gezielt Maßnahmen, um unsere Umweltauswirkungen zu minimieren.

Gebäude haben global gesehen enormen Einfluss auf die Umwelt:

  • 37% des gesamten Energieaufwands
  • 36% der CO2 Emissionen
  • 35% der festen Abfälle (Baurestmassen).

Jeder Österreicher verbraucht ca. 12t mineralische Baurohstoffe/Jahr, was etwa 8 Mio. LKW Fahrten entspricht. Der Leichtbau trägt erheblich zur Verringerung der Auswirkungen bei, da nur 25% der Masse transportiert wird und auch die Herstellung weniger Ressourcen bedarf. Die Verwertung von Baurestmassen, Rückbau und Recycling gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn die Kreislaufwirtschaft muss in allen Branchen angestrebt werden.

Unser wertvoller Rohstoff Gips im Kreislauf

Natürlicher und nachhaltiger Rohstoff

Gips ist der modernste aller traditionellen und dabei ein natürlicher Rohstoff, der als Gestein im Boden vorkommt. Seit über 5.000 Jahren wird Gips als Baustoff eingesetzt und punktet mit seinem ein­fachen, langlebigen und sicheren Ge­brauch. Die alten Ägypter verwendeten Gips beim Bau der Cheops-Pyramide und als Stuck wurde er auch in der berühm­ten Burg Alhambra eingesetzt.

Gips ist:

  • 100% und unendlich recyclebar
  • ein nachhaltiger, natürlicher Rohstoff
  • ungiftig, frei von gefährlichen Substanzen
  • feuerbeständig

Der Rohstoffkreislauf bei RIGIPS

Gips als nachhaltiger Werkstoff kann unendlich oft recycelt werden. Wenn man dem Rohstein durch Dehydration Wasser entzieht, ent­steht Gipspulver (auch bekannt als Cal­ciumsulfat). Dieser Prozess ist vollstän­dig reversibel: gibt man zum Gipspulver Wasser, so erhält man wieder Gips.

Vergleicht man die Trockenbaulösun­gen von RIGIPS mit traditionellen Ziegelsystemen, so hat der Leichtbau mit RIGPIS beim Thema „nachhaltiger Rohstoffkreislauf“ eindeu­tig die Nase vorne, denn:

  • Zur Produktion werden weniger na­türliche Ressourcen pro m2 benötigt
  • Der Energieverbrauch in der Produk­tion ist niedriger
  • Die CO2 Emissionen sind über den gesamten Lebenszyklus geringer
  • Bei der Montage kann Zeit eingespart werden
  • Es gibt flexible Gestaltungsmöglichkeiten
  • Die Platten sind 100% recyclebar

Der natürliche Rohstoff Gips wird in den werksnahen Bergbauen gewonnen, das benötigte Wasser wird aus einem werksnahen Fluss entnommen, der Karton kommt aus Deutschland – mit zunehmenden Anteil aus Österreich. Um die Produktionsprozesse ständig in ihrer (Energie)Effizienz weiter zu entwickeln, ist WCM (World Class Manufacturing) als Managementsystem etabliert. Bei RIGIPS stellt der Innovationsprozess sicher, dass die  Systeme den modernen und nachhaltigen Anforderungen des Marktes, Wohnkomforts sowie Wohlbefindens gerecht werden. Unsere Lieferanten müssen sich der verbindlichen Lieferanten-Charta verpflichten und ein Bekenntnis zum Saint-Gobain Handlungs- und Verhaltenskodex abgeben. Die Einhaltung wird regelmäßig auditiert.

Biodiversität und Renaturierung

Für jede neue Tagbaufläche in unseren Bergbauen schließen wir – entsprechend den behördlichen Auflagen – zumindest eine im gleichen Ausmaß. Dazu führen wir jedes Jahr umfangreiche Rekultivierungsmaßnahmen durch. Neben der Aufforstung modellieren wir auch kleine Hügel, Senken und Feuchträume, die mit lokalem Saatgut, Büschen und Bäumen bepflanzt werden, sodass bereits nach einigen Jahren nicht mehr erkennbar ist, dass sich an dieser Stelle jemals ein Bergbau befunden hat.

Seit dem Jahr 2006 erfolgt jährlich eine laufende Erfolgskontrolle der Rekultivierungsflächen.

Die im Bergbau in Puchberg gepflanzten Orchideen werden mit einer Untersuchung kontrolliert und es haben beinahe alle Pflanzen überlebt – d.h. der Transplantationsversuch ist als überaus erfolgreich zu bewerten. Die Besiedlung durch einzelne Arten bzw. Artengruppen schreitet weiter voran. Es wurden wieder seltene Vogelarten (z.B. der Neuntöter, der sich wieder ansiedeln soll) als Nahrungsgäste bzw. Durchzügler, aber auch als Brutvögel) beobachtet. Analog zur positiven Vegetationsentwicklung etablierte sich eine ansehnliche Liste an Heuschreckenarten, darunter auch die Wanstschrecke, die ihr besiedeltes Areal ausdehnte und die neuen Rekultivierungsflächen besiedelte.

Im Bergbau Wienern werden jedes Jahr umfangreiche Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Rekultivierung erfolgt dabei in mehreren Schritten: Zuerst werden nicht mehr benötigte Tagbaubereiche aufgeschüttet. Nach ein bis zwei Jahren – nachdem sich eine Humusschicht bildet – wird mit 40% Fichte, 20% Tanne, 10% Buche und 20% Lärche, sowie 10% Erle, Weide und Birke aufgeforstet. Als Maß für die notwendige Pflanzenanzahl werden etwa 1.500 Pflanzen pro Hektar angenommen. Bis eine Baumaufforstung erfolgreich abgeschlossen werden kann, vergehen im Schnitt noch einmal sieben bis zehn Jahre. Neben der Aufforstung werden auch hier kleine Hügel, Senken und Feuchträume modelliert, die mit lokalem Saatgut, Büschen und Bäumen bepflanzt werden

Ri-Cycling als Primärressourcen-Ersatz

In unseren zwei Bergbauen, in Grundl­see und Puchberg, wird Gips abgebaut. Da die Rohstoffvorräte begrenzt sind, hat die Rückführung und Verwertung von Bau­stellenverschnitten höchste Priorität. Seit 2007 wird das erfolgreiche Recycling-Service (Ri-Cycling) mit neuen Logistiklösungen erweitert und optimiert, um den Plattenverschnitt von Baustellen zu 100% wieder als Rohstoff in die Produktion zuzuführen und nicht zu deponieren.

Wir haben 2014 ein interdisziplinäres Projekt gestartet, bei dem die Wieder­verwertung von Material und dessen Verarbeitung in unserem Produktions­prozess analysiert wurde. Seit 2016 bieten wir eine Gitterbox für das Ri-Cyclingmaterial an, damit unsere Kunden noch angenehmer sammeln und wir wiederverwerten können.

Ziel ist es, unser Serviceangebot des Ri-Cycling weiter zu entwickeln und die Recyclingquote in unseren Platten zu erhöhen.  Derzeit bestehen ungefähr sechs Prozent jeder RIGIPS Platte aus recyceltem Rohstoff -  mittelfristig sollen es 10%, langfristig 30% werden. 

Beim Recycling von Abbruchmaterial gibt es noch viel Potential. In Österreich liegt die Recyclingquote bei nur sechs Prozent, viele Rohstoffe gehen in den Deponien verloren. Um eine höhere Recyclingquote zu erreichen (Belgien dient mit 30% als Best Practice Land), müssen die Rahmenbedingungen in Richtung Kreislaufwirtschaft so verändert werden, dass nicht nur wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Stahl und Holz aussortiert werden, sondern auch die mineralischen Baustoffe wie unser Gips. Dafür engagiert sich RIGIPS Managing Director Peter Giffinger mit großem Einsatz. Nur wenn Gips zu den recyclebaren Baustoffen zählt und daher auch Abbruchmaterial wiederverwendet werden darf, ist ein geschlossener Ressourcen-Kreislauf möglich. Dies bedeutet, dass die Rohstoffe geschont werden können und weniger offene Bergbauflächen nötig sind.

Energie und Energiemanagement

Die Herstellung von Platten erfordert Energie. Dies verursacht nicht nur Kos­ten, sondern vor allem einen entspre­chenden CO2-Ausstoß. Daher hat die Mi­nimierung des Energieverbrauchs durch den Einsatz geeigneter Energieträger wie Erdgas und Strom bei der Produktion höchste Priorität.
Das Maßnahmenpaket zur Umsetzung unserer Energieziele inkludiert eine stän­dige Abgleichung der Messwerte mit den besten Saint-Gobain-Werken der Welt. Sollte es in einer unserer Produk­tionen weltweit energetische Verbes­serungen geben, werden diese sofort in unsere Produktion übergeführt und umgesetzt.  Dieses Gesamtpaket hat uns in der Saint-Gobain-Gruppe europaweit an die Spitze und weltweit auf Nummer vier hinsichtlich Produktions-Energieeffizi­enz gebracht. Auch 2016 konnten wir die Energieeffizi­enz weiter erhöhen.

 

 

Puchberg, Wienern und Bad Aussee - überall gibt es etwas zu tun

Puchberg:

Straßensanierung - Altlastensanierung

Die nachhaltige Rekultivierung und Wiederherstellung des Bergbaus in Puchberg konnte erfolgreich umgesetzt werden. Da die bestehende Trasse über altes Bergbaugebiet (Grubenhohlräume) lief, wurde die Straße L138 in Puchberg verlegt. Es bestand eine potentielle Gefahr von partiellem Versagen der Straßenoberfläche.
Die neue Trasse läuft über einen abgebauten und wiederverfüllten Bereich des Bergbaus. Zwar sind kleine Setzungen nicht ausgeschlossen, ein größeres Versagen wie im Bereich der alten Trasse ist aber nicht möglich. Mit dieser Sanierung konnte eine erhöhte Sicherheit der Straßenbenützer erreicht werden, was Ziel dieser Maßnahme war. Ebenso können wir auch den Rest der Lagerstätte unter der alten Trasse abbauen und somit der vollständigen Nutzung der Lagerstätte gemäß MinroG nachkommen.

Weitere Maßnahmen

Folgende Maßnahmen wurde zwischen 2015 und 2017 in Puchberg durchgeführt: Sanierung Pfennigbach zur Erhaltung der Wasserqualität und dadurch Sicherung des Grundwassers, Erhöhung des Staubemissionsschutzes bei der Gipslagerstätte sowie die Abfallreduktion durch Umsetzung REDUCE, REUSE, RECYCLE und Verbrauchs-Reduktion des Produktions-Gas- und Stromverbrauchs durch Effizienzoptimierung.

Bad Aussee/Bergbau Wienern

Drainage im Bergbau Wienern         

Bei der Rekultivierung wird der Bereich, aus dem der Gips abgebaut wurde mit Abraum gefüllt. Mit diesem ausgeklügelten, nahezu wartungsfreien System, kann der Grundwasserspiegel dauerhaft unter einem errechnetem Niveau gehalten werden. Größere Flächen können so wieder dem Urzustand nahegebracht werden und eine Auffüllung des Tagbauhohlraums ist in einem hohen Ausmaß möglich. Außerdem ist ein sicherer Weiterbetrieb des Bergbaus sowie eine spätere „Heimsagung“(= endgültige Stilllegung) des Bergbaus möglich. Diese weitgehend wartungsfreie Lösung ist aus technischem Gesichtspunkt sehr anspruchsvoll. In dieses Projekt wurden 580.000 Euro investiert. Durch diese Maßnahme kann eine vollständige Verfüllung umgesetzt, größere Flächen gemäß dem Urzustand rekultiviert und die Heimsagung umgesetzt werden.

 

 

 

 

Sanierung der Materialseilbahn

Das größte RIGIPS Investitionsprojekt (gesamte Investitionssumme: 7 Mio Euro) der letzten Jahre ist die Modernisierung der aus dem Jahre 1951 stammenden Materialseilbahn, die auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wird. Dieses absolut umweltfreundliche Fördermittel produziert weder Lärm noch Staub.
Seit 2013 wurden mehr als 7 Millionen Euro investiert. Durch den Rohstein-Transport mit der emissionsfreien Materialseilbahn können jährlich ca. 22.000 LKW-Fahrten und 200t CO2 eingespart werden. Weitere Vorteile: Kein Lärm, keine Boden- und Feinstaub-Staubentwicklung.
Alle vier Stationen werden entweder generalsaniert oder komplett neu gebaut; es wurden die Projekte Beladestation, Entladestation und Winkelstütze erfolgreich umgesetzt; Als letzter Meilenstein wurde die Antriebsstation auf 1100m Seehöhe neu gebaut und mit der Fertigstellung konnte das Projekt Ende 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Maßnahme wird den Betrieb des Standorts für mindestens 20 weitere Jahre sichern.

 Ziel der Sanierung war es u.a. auch die Mitarbeitersicherheit zu erhöhen. Dies wurde durch folgende Maßnahmen erreicht:

1. Das Entladesystem der Hunte, also jener Behälter, die den Rohstein trans­portieren, erfolgt nun vollautomatisch, ohne dass sich Mitarbeiter im Gefahren­bereich befinden.

2. Die Bewegung der Hunte durch die Station wird nun elektronisch von ei­ner zentralen Warte aus gesteuert. Die Durchfahrtsgeschwindigkeit verringert sich dadurch von früher 2,75 m/s auf si­chere 0,5 m/s.

3. Durch das neu installierte Not-Aus-System kann die Hunte in Gefahren­situationen an jeder Stelle der Station sofort und ohne Schäden anzurichten, angehalten werden.

4. Der Umbau der Station ermöglicht auch größere Abstände vom Gebäude zu den Hunten. Somit können Quetschge­fahren verhindert werden.

5. Der Ein- und Ausfahrtsbereich, in dem die Hunten bremsen, bzw. beschleunigen, wurde mit Lichtschranken gesichert. Diese stellen sicher, dass bei versehent­lichem Aufenthalt im Gefahrenbereich die gesamte Seilbahn stoppt.

Neben dem Fokus auf Arbeits- und Standortsicherheit kommt die Materialseilbahn Sanierung unmittelbar auch unseren Anrai­nern, Nachbarn und Tourismusgästen in Grundlsee und Bad Aussee zu Gute - wie der Anschluss der Gemeinde Gössl an das Glasfasernetz zeigt.

Die Berichte zum Download

Planer, Investoren
Trockenbauer und Händler
Mitarbeiter und Händler